Schierbachhaus NienstÀdt

Barbara und Wolfgang Stolle sowie das Team der Kinder- und Jugendwohngemeinschaft Schierbachhaus heißen Sie auf unserer Webseite herzlich willkommen.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen das Schierbachhaus nÀher vorstellen. Dabei werden wir kurz gefasst auf unsere Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eingehen. Fakten und Besonderheiten erfahren Sie ebenfalls auf unserer Webseite.

FĂŒr weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur VerfĂŒgung. Alle Kontaktinformationen zum Schierbachhaus in NienstĂ€dt finden Sie hier.


Über das Schierbachhaus

Die Kinder- und Jugendwohngemeinschaft Schierbachhaus wurde im Jahre 1996 von Barbara und Wolfgang Stolle gegrĂŒndet. Alles begann mit einer kleinen Wohngruppe in NienstĂ€dt in der Schierbachstraße. Heute umfasst das Schierbachhaus zwei weitgehend voneinander unabhĂ€ngige Wohngruppen und eine VerselbstĂ€ndigungsgruppe. Doch was tun wir hier?

Wir erziehen Jungen und MĂ€dchen und begleiten sie im Zusammenleben, wĂ€hrend ihrer Schulzeit und im Alltag bis zur SelbstĂ€ndigkeit. Wir sind eine Einrichtung der freien Jugendhilfe und bieten Hilfen an zur Erziehung gemĂ€ĂŸ Â§ 34 (Hilfe zur Erziehung, Sozialgesetzbuch, SGB VIII), Â§ 35a (Eingliederungshilfe fĂŒr seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, SGB VIII) und § 41 (Hilfe fĂŒr junge VolljĂ€hrige, SGB VIII).

Besonderes Augenmerk legen wir auf die Ressourcen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, als Fundus von FĂ€higkeiten zum gemeinsamen Leben behinderter (nach §35a, SGB VIII) und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher (nach §34 SGB VIII), da wir die Grenze als eine Fließende erachten mit einem deutlichen Überschneidungsbereich.

Wir haben 19 PlĂ€tze fĂŒr MĂ€dchen und Jungen in zwei Wohngruppen und einer VerselbstĂ€ndigungsgemeinschaft. Unser Schwerpunkt ist die familienorientierte Wohnsituation mit einem klar strukturierten Tagesablauf, einfachen Regeln und engen Rahmen, die intensive Zusammenarbeit mit Eltern und JugendĂ€mtern bis zum Übergang in die SelbstĂ€ndigkeit.

Eigentlich machen wir ganz AlltĂ€gliches…

  • rechtzeitig aufstehen, duschen, ZĂ€hne putzen, gesund frĂŒhstĂŒcken…
  • regelmĂ€ĂŸig die Schule besuchen (alle Schulformen in der NĂ€he
  • Hausaufgaben machen, interne und externe Nachhilfe, lesen…
  • aktive Freizeitgestaltung, Freundschaften und Kontakte pflegen, spielen
  • Rad fahren, hĂ€usliche AtmosphĂ€re genießen, Taschengeld einteilen, fernsehen…
  • Zusammenarbeit mit JugendĂ€mtern, Elternarbeit, Arztbesuche, externe Therapien…
  • rechtzeitig schlafen gehen, WĂ€sche pflegen, zur Ruhe kommen…

Wir wollen MĂ€dchen und Jungen helfen, diese fĂŒr viele doch so komplexen und wichtigen FĂ€higkeiten, Kulturtechniken und Elementartugenden zu erwerben und den “ganz normalen Alltag” selbstĂ€ndig zu bewĂ€ltigen. Weitere Informationen zu beiden Wohngruppen erhalten Sie nachfolgend.


Wohngruppen des Schierbachhauses

Wohngruppe 1 – NienstĂ€dt

Unsere Wohngruppe 1 befindet sich in NienstĂ€dt bei Stadthagen. In diesem Haus wohnen Jungen und MĂ€dchen auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss des Hauses befinden sich neben zwei MĂ€dchenzimmern noch ein Badezimmer sowie ein BĂŒro fĂŒr unsere pĂ€dagogischen Mitarbeiter. Das große Wohn- und Esszimmer, die KĂŒche mit angrenzender Vorratskammer und die WaschkĂŒche sind ebenfalls im Erdgeschoss.

Im Obergeschoss befinden sich die Jungenzimmer, eine separate Toilette und ein großes Badezimmer. Über den Zimmern befindet sich ein Dachboden, wo man so einiges lagern kann.

Außen, an der RĂŒckseite des GebĂ€udes, befindet sich eine kleine Terrasse, wo wir im Sommer oft grillen oder uns auch einfach zum Reden oder Spielen aufhalten. Aber auch in unserem großen Wohnzimmer bieten sich genĂŒgend Gelegenheiten, sinnvoll die Freizeit zu gestalten.

Da unsere Kinder in dieser Wohngruppe schulische Defizite aufweisen, liegt ein TĂ€tigkeitsschwerpunkt der Mitarbeiter in der Förderung und UnterstĂŒtzung in diesem Bereich. Ein weiteres Ziel der Gruppenarbeit ist, durch die Vermittlung sozialer Normen, die Förderung des Kindes und die Beratung und Begleitung seiner Eltern, die RĂŒckkehr des Kindes in die Familie zu ermöglichen.

Wohngruppe 2 – Wendthagen

Unsere Wohngruppe 2 befindet sich in Wendthagen / Ehlen, einem Ortsteil von Stadthagen. In dieser Gruppe leben ĂŒberwiegend die jĂŒngeren Kinder auf den drei Etagen dieses Hauses. Seit Juni 2006 hat die WG 2 einen koedukativen Ansatz. Zu den „lieben Kerlen“ gesellen sich seitdem einige MĂ€dchen und geben dem bis dahin „traditionsreichen MĂ€nnerclub“ nun ein neues Gesicht.

Hinter dem Haus befindet sich ein großer Hof mit einer HĂŒtte, die unsere Kinder selbst mit einem Betreuer gezimmert haben. Diese ist sowohl als Spielplatz als auch als Aufenthaltsort beliebt.

Im Erdgeschoss des Hauses befinden sich drei Kinderzimmer und die BĂ€der der Kinder, die Vorratskammer und die WirtschaftsrĂ€ume. In der 1. Etage haben wir ein großes Esszimmer, das Wohnzimmer, die KĂŒche, das BĂŒro fĂŒr unsere pĂ€dagogischen Mitarbeiter, ein Kinderzimmer und sogar einen großen Balkon. Dieser wird natĂŒrlich immer gern genutzt.
In der 2. Etage befinden sich weitere drei Zimmer.

Da die Kinder in dieser Gruppe jĂŒnger und zum Teil unselbstĂ€ndiger sind, findet der Tagesablauf nach der Schule ĂŒberwiegend im Haus und auf dem GelĂ€nde statt. DarĂŒber hinaus nehmen einige Kinder an VereinstĂ€tigkeiten teil, helfen gern den Nachbarn oder anderen BĂŒrgern im Garten oder auf den nahegelegenen Höfen. Die SelbstĂ€ndigeren unter ihnen pflegen natĂŒrlich auch Freundschaften zu Gleichaltrigen in der Umgebung.


Unsere Einrichtung – Das Schierbachhaus

Im Folgenden prÀsentieren wir unsere Einrichtung aus unserer Perspektive auf rechtlicher Grundlage des § 34 KJHG.

Einrichtung der freien Jugendhilfe / Wohngruppen

    Bereich Wohngemeinschaften:
  • Wohngruppe 1: NienstĂ€dt, 9 PlĂ€tze
  • Wohngruppe 2: Wendthagen, 8 PlĂ€tze; Aufnahme ab Schulalter

  • Bereich „teilbetreutes Wohnen“:
  • bis zu 2 PlĂ€tze / Aufnahmealter: min. 16 Jahre

  • Zielgruppe:
  • Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts, ab Schulalter

Aufnahmekriterien / Problembereiche:

  • Verhaltensstörungen
  • Verwahrlosung im sozialemotionalen Bereich,
  • Lern-, Leistungs- und Teilleistungsstörungen
  • Beziehungsstörungen
  • DissozialitĂ€t
  • Entwicklungsverzögerungen und -defizite

Ausschließende Kriterien:

  • erhebliche körperliche und geistige Behinderungen
  • Alkohol- und/oder DrogenabhĂ€ngigkeit

Unser SelbstverstÀndnis im Schierbachhaus

Ziel unserer Arbeit ist es, Kinder und Jugendliche, die in Not geraten sind und/oder ihre Familien in chronische „ErziehungsnotstĂ€nde“ bringen, aufzunehmen, mit unserer UnterstĂŒtzung ĂŒber diese kritische Wegstrecke zu geleiten und ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen. Insbesondere gilt es:

  • unsere Kinder und Jugendliche gegen SchĂ€digung zu “immunisieren
  • ihre persönliche Entwicklung zu unterstĂŒtzen und fördern
  • sie vor Gewalt zu bewahren
  • einen förderlichen Lebensort auf Zeit zuzugestehen, obwohl der Erfolg nicht messbar ist
  • ihre physischen und psychischen GrundbedĂŒrfnisse ernst zu nehmen
  • fĂŒr altersgemĂ€ĂŸe BeschĂ€ftigung zu sorgen
  • den WĂŒnschen nach Anerkennung, NĂ€he usw. nachzukommen

Die Wohngruppen 1+2 des „Schierbachhauses“ arbeiten mit einer handlungsorientierten und erlebnispĂ€dagogischen Konzeption, hier sind neben anderem zu nennen:

  • Anleitung in allen hauswirtschaftlichen TĂ€tigkeiten
  • Projektarbeiten
  • Planung, Organisation und DurchfĂŒhrung von erlebnispĂ€dagogischen FreizeitaktivitĂ€ten

Methodische Grundlagen
KontinuitÀt und ZuverlÀssigkeit sind wesentliche Bestandteile in der Arbeit und Begegnung der uns anvertrauten Kinder.

Ein strukturierter Tagesablauf, ein strukturierter Rahmen mit durchschaubaren Regeln soll ein Zusammenleben ermöglichen, das die Grundlage fĂŒr eine stabile Zukunftsorientierung bildet. Die Lebensbereiche der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen im Schierbachhaus befinden sich in den folgenden Landkreisen: LK Hameln-Pyrmont, LK Hannover, LK Minden-LĂŒbbecke, LK Holzminden, LK Schaumburg, Stadt Detmold.

Um unseren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein differenzierteres Angebot machen zu können, haben wir der seit 1996 bestehenden Einrichtung (WG 1) eine weitere Wohngruppe (WG 2) im Oktober 1999 zur Seite gestellt. Hier bieten wir jĂŒngeren Kindern die Entfaltungsmöglichkeiten, die im Zusammenleben mit Jugendlichen bei Interessenkonflikten eher an Grenzen stoßen.

Zugleich kann aber auch Ă€lteren Kindern in dieser Gruppe die Möglichkeit belassen werden, individuell VersĂ€umtes (UnterdrĂŒcktes) spielerisch nachzuholen. So ist die obere Altersgrenze in diesem Haus als eine fließende aufzufassen. Seit Mitte 2006 bieten wir die Möglichkeit einer gemischt-geschlechtlichen Gruppe.

Zu unseren „JĂŒngsten“ gesellen sich nun MĂ€dchen, die vom Interesse und von der sozialen FĂ€higkeit her im Gesamten ein harmonisches GefĂŒge bilden. Die Kernkompetenz des „Schierbachhauses“, die Arbeit in Gruppen mit ausschließlich Jungen, wird durch diese Neustrukturierung nicht angetastet.

Wir erweitern die Ausrichtung unserer Arbeit aber durch einen wesentlichen Aspekt und bieten unseren Kindern ein passenderes Sozialisationsspektrum falls notwendig.

Die Wohngemeinschaft 1 liegt in der Kerngemeinde der Samtgemeinde NienstÀdt und ist in einem speziell zu diesem Zweck geplanten GebÀude untergebracht.

Die Wohngemeinschaft 2 liegt in dörflicher Umgebung und ist in einem renovierten Altbau mit weitlĂ€ufigem GrundstĂŒck, als Spiel- und Tobe-Bereich fĂŒr die Kinder besonders geeignet, untergebracht. Die hauswirtschaftliche Versorgung erfolgt jeweils eigenstĂ€ndig in den Wohngruppen.

PĂ€dagogischer Ansatz
Das konkrete pÀdagogische Handeln in den Wohngruppen orientiert sich an verhaltenstherapeutischen und systemischen AnsÀtzen.

Die PÀdagogik soll dazu dienen, positive und sozial förderliche Bedingungen zu gestalten, damit das Kind bzw. der Jugendliche lernen kann, seine Anliegen legal und sozial angemessen zu formulieren und umzusetzen.

PĂ€dagogische Zielsetzung
Vor dem Hintergrund des allgemeinen pĂ€dagogischen Ansatzes einer mittel- bis langfristigen Unterbringung können folgende Zielsetzungen möglich sein:

  • Reintegration
  • mittelfristige Integration in die Herkunftsfamilie
  • bei langfristiger Unterbringung: die VerselbstĂ€ndigung

Methodische Grundlagen
Die methodischen Grundlagen lassen sich aus den lerntheoretisch orientierten und systemischen AnsÀtzen ableiten. Dazu gehört unter anderem:

  • die kontinuierliche positive VerstĂ€rkung auch von kleineren persönlichen Fortschritten
  • die Suche und Bewusstmachung von selbstwertdienlichen Kognitionen bzw. Gedanken
  • Entwicklung förderlicher sozialer Fertigkeiten im Rollenspiel
  • Transfer der Fertigkeiten auf reale Lebensbereiche
  • EinĂŒben von Selbstkontrolle
  • Aktives Zuhören bei besonderen Problemen
  • Ausgewogenes VerhĂ€ltnis von Alltagsstruktur und freien Entfaltungsmöglichkeiten
  • Analyse systemischer ZusammenhĂ€nge

Arbeitsweise im Schierbachhaus

Die pÀdagogischen GruppenkrÀfte in beiden Wohngruppen arbeiten im Schichtdienst. Von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr gilt die Nachtbereitschaft. Wochenenden werden entsprechend des Dienstplanes mit einer Fachkraft abgedeckt.

Die Gruppe ist grundsÀtzlich mit mindestens einer pÀdagogischen Kraft besetzt, eine stÀndige Rufbereitschaft ist eingerichtet.
Einmal in der Woche findet ein TeamgesprĂ€ch aller Mitarbeiter des Gruppendienstes statt. Je nach Bedarf, aber mindestens einmal im Monat erfolgen ZusammenkĂŒnfte aller Mitarbeiter beider HĂ€user.

Den Mitarbeitern/innen werden jÀhrlich auf den spezifischen TÀtigkeitsbereich abgestimmte Fortbildungsprogramme unterschiedlicher Anbieter (LJA, SpitzenverbÀnde, private Dienstleister etc.) vorgelegt. Jede Fachkraft nimmt mindestens einmal im Jahr an einer wenigstens eintÀgigen Fortbildungsveranstaltung teil.

Eine Besonderheit im Schierbachhaus ist die enge Vernetzung beider Wohngruppen. Konzeptionell wurde das „Ur-Schierbachhaus“ 1996 als eine Wohngruppe mit stark familienorientierter pĂ€dagogischer Ausrichtung gegrĂŒndet. Die Mitarbeiter arbeiten sowohl in der WG 1 als auch in der WG 2. Ferner gibt es eine Teilnahme im gegenseitigen Wechsel an den Gruppensitzungen. Die Vorteile dieser Arbeitsweise liegen auf der Hand:

  • der „rote Faden“ zieht sich durch die Gesamteinrichtung
  • jeder kennt jeden, was große Vorteile bei personellen EngpĂ€ssen und gemeinsamen AktivitĂ€ten bietet.
  • es gibt bei einem Wechsel keine BeziehungsabbrĂŒche
  • regelmĂ€ĂŸige Kontakte sind gegeben
  • fĂŒr die Leitung bedeutet dies eine Vereinfachung von Koordinierungsaufgaben
  • einen stĂ€ndigen Informationsfluss, der gleich bleibende qualitativ gute Leistung gewĂ€hrleistet

Inhalte der Arbeit im Schierbachhaus

Beratung
Die Beratung (Erziehungsplanung, Supervision) findet in der Regel alle 4-6 Wochen durch einen externen Psychologen statt. Dabei werden insbesondere AuffÀlligkeiten der Kinder und Jugendlichen unter verhaltenstherapeutischen und systemischen Aspekten analysiert und pÀdagogische Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Bei speziellen schulischen Fragestellungen wird eine Lehrkraft hinzugezogen

Schulische Förderung
Die Kinder und Jugendlichen besuchen öffentliche Schulen im Einzugsbereich der Einrichtung. Da davon auszugehen ist, dass die Kinder und Jugendlichen ĂŒber zum Teil gravierende Wissens- und LernlĂŒcken verfĂŒgen, bietet das pĂ€dagogische Personal Hausaufgabenhilfe an. Gezielte Nachhilfe wird von einer externen Fachkraft geleistet.

Hilfeplan
Die Einrichtung erstellt fĂŒr das jeweilige HilfeplangesprĂ€ch nach §36 SGB VIII auf Wunsch einen schriftlichen Kurzbericht, aus dem Aussagen ĂŒber die Entwicklung des Kindes bzw. des Jugendlichen zu entnehmen sind.

In Absprache mit dem jeweiligen TrÀger der Jugendhilfe werden alle Betroffenen zum vereinbarten Termin des HilfeplangesprÀches eingeladen. Dabei wird das betreffende Kind bzw. der Jugendliche grundsÀtzlich mit einbezogen.

Sonderaufwendungen im Einzelfall
Folgende Sonderaufwendungen im Einzelfall werden nach dem Individualprinzip erbracht:

  • Taschengeld
  • Bekleidungsbeihilfe (nach Aufnahme)
  • Nachhilfeunterricht
  • Beihilfe zur Teilnahme an externen Freizeitmaßnahmen
  • Familienheimfahrten bei Entfernungen von mehr als 50 km oder mehrmaligen Heimfahrten pro Monat

Individuelle Sonderleistungen
Folgende individuelle Sonderleistungen können nach Bedarf zeitnah organisiert werden:

Erziehungsplanung
Mehrfache, ĂŒber die nach ca. 3-5 Monaten generell durchgefĂŒhrte und im Entgelt enthaltene Erziehungsplanung hinausgehende, Sitzungen mit unserem Psychologen und Heimberater (je Sitzung ca. 3 Stunden)

Diagnostik
Neben der allgemeinen pĂ€dagogischen Beobachtung innerhalb der Gruppe findet in Zusammenarbeit mit dem/der Psychologen/in (extern) bei Bedarf eine systematische Erhebung von Materialien zum Verhalten der Kinder und Jugendlichen statt, die Grundlage fĂŒr das pĂ€dagogische Handeln ist.

Therapeutische Leistungen
Therapeutische Einzelförderungen werden grundsĂ€tzlich von externen FachkrĂ€ften durchgefĂŒhrt, in Absprache mit dem/der beratenden Psychologen/in. Zu nennen sind insbesondere Verhaltenstherapeuten, Psychoanalytiker, Psychomotoriker sowie Therapeuten mit systemischen AnsĂ€tzen. (Ergo-, Spiel-, Maltherapie, Krankengymnastik, therapeutisches Reiten)

Nachhilfe
Gezielte Nachhilfe wird in Kooperation mit Nachhilfeschulen bzw. ĂŒber private Angebote geleistet.

Kinderschutz
Mittels einrichtungsinterner Fortbildungen durch externe FachkrÀfte stellen wir die Schulung und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter in Bezug auf KindeswohlgefÀhrdung sicher.
DarĂŒber hinaus ziehen wir eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ (gemĂ€ĂŸ § 8a, SGB VIII) in EinzelfĂ€llen hinzu, sofern sich geringste Anzeichen einer KindeswohlgefĂ€hrdung beobachten lassen.

Der Einsatz von individuellen Sonderleistungen muss im HilfeplangesprĂ€ch erörtert worden sein und sollte vom örtlichen TrĂ€ger der Jugendhilfe, den Personensorgeberechtigten sowie der Einrichtung befĂŒrwortet werden.


QualitÀtssicherung im Schierbachhaus

Unsere wesentlichen Instrumente der QualitĂ€tssicherung sind Beratung und Anleitung, die regelmĂ€ĂŸige Erziehungsplanung unter der FĂŒhrung eines externen Psychologen, Fortbildung sowie eine systematische Dokumentation der Entwicklung des Kindes bzw. des Jugendlichen.

Ein intensiver Austausch von EindrĂŒcken und Beobachtungen ĂŒber die Bewegung in der Gruppe und das Verhalten der Einzelnen wird im „Schierbachhaus“ als wesentlicher Faktor fĂŒr den Erfolg der Erziehungsarbeit angesehen. Es werden von allen Sitzungen des Teams und den Dienstbesprechungen Protokolle angefertigt, die einen Überblick ĂŒber die Systematik der Arbeit geben.

Über die tĂ€gliche Arbeit wird ausfĂŒhrlich Buch gefĂŒhrt. Dienstzeiten, sowie Mahlzeiten, Bekleidungs- und Taschengelder werden in gesonderten Listen festgehalten.
Durch eine besondere Dienstaufteilung mit besonderer Kenntnis der individuellen Befindlichkeiten (Betreute wie Betreuer) wird die Einhaltung des qualitativen Standards ĂŒberprĂŒft.

Die Heim- und Erziehungsleitung steht im engen persönlichen Kontakt zu allen Mitarbeitern. In vertraulichen EinzelgesprÀchen oder auch zu mehreren werden Probleme dienstlicher und auch privater Natur offen besprochen und es werden durch die Einrichtung aktive Problemlösungen und Hilfen angeboten.

Durch Hinzuziehung einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“ nach § 8a, SGB VIII, stellen wir sicher, dass alle Möglichkeiten der Erkennung von KindeswohlgefĂ€hrdung ausgeschöpft sind.

Über interne und externe Fortbildungen, z.B. durch das NiedersĂ€chsische Landesjugendamt und/oder Referenten fĂŒr einrichtungsinterne Veranstaltungen zu speziellen Themen oder Problematiken, verbindlich fĂŒr alle Mitarbeiter oder ausgewĂ€hlte Multiplikatoren, wird ein zeitgemĂ€ĂŸer Wissens- und QualitĂ€tsstandard aufrechterhalten. Ferner nehmen unsere Mitarbeiter an Arbeitskreisen zur Vernetzung und zum Austausch ĂŒber aktuelle Problematiken der stationĂ€ren Jugendhilfe teil.


Kontakt zum Schierbachhaus NienstÀdt

FĂŒr alle Fragen und Anliegen stehen wir Ihnen gerne zur VerfĂŒgung. Sie erreichen uns unter den folgenden Nummern und E-Mail-Adressen:

Kinder- und Jugendwohngemeinschaft Schierbachhaus
WendthĂ€ger Straße 16
31688 NienstÀdt

Tel.: 05721 994733
Fax: 05721 995458
E-Mail: schierbachhaus@mail.de